Mit Kleinkind am Strand
Ein Tag am Strand klingt nach Entspannung. Die Sonne scheint, das Wasser glitzert und vor einem liegt ein ganzer Tag ohne Termine. Mit einem Kleinkind sieht die Sache allerdings ein wenig anders aus. Da wird aus dem gemütlichen Sonnenbad schnell eine Mischung aus Sandkasten, Wasserspielplatz, Snackpause und wuseliger Verfolgungsjagd
Das ist aber gar nicht schlimm. Ein Strandtag mit einem kleinen Kind muss nicht perfekt geplant sein. Im Gegenteil: Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die für Kinder am schönsten sind. Ein Stein, eine Muschel, ein Stock oder ein Eimer voll Wasser können spannender sein als jedes mitgebrachte Spielzeug.
Der Strandtag beginnt schon beim Ankommen
Die Decke ist noch nicht mal ausgebreitet, da möchte das Kind meistens schon los. Das Wasser muss untersucht werden, der Sand wird mit beiden Händen begutachtet und irgendwo liegt bestimmt ein besonders interessanter Stein. Für Eltern bedeutet das: Obwohl sie erst einmal in Ruhe ankommen wollen, müssen sie trotzdem beim Strandmuschelaufbau ein Auge auf das Kind haben.
Der Platz sollte so gewählt werden, dass man das Kind immer gut im Blick behalten kann. Gleichzeitig sollte es einen kleinen freien Bereich um den Strandplatz herum geben, in dem es nach Herzenslust spielen und auch mal laufen kann, ohne Nachbarn den Sand auf ihre Handtücher zu fegen. Denn Kleinkinder möchten selten lange still auf einer Decke sitzen. Sie wollen etwas erleben.
Kann man mit Kleinkind überhaupt entspannt am Strand liegen?
Die ehrliche Antwort lautet: wahrscheinlich nicht so, wie man es vor der Geburt eines Kindes getan hat. Das bedeutet aber nicht, dass Eltern am Strand überhaupt keine Ruhe bekommen. Die Erwartungen müssen nur etwas anders sein. Vielleicht besteht die Erholung nicht aus zwei Stunden ungestörtem Sonnenbaden, sondern aus zehn Minuten in Ruhe lesen, während das Kind nebenan einen Sandkuchen backt. Vielleicht sitzt man gemeinsam am Wasser und schaut den Wellen zu. Oder das Kind beschäftigt sich überraschend lange mit einem Eimer und einer Schaufel. Wenn zwei Erwachsene dabei sind, kann man sich gut abwechseln. Einer spielt mit dem Kind, während der andere kurz durchatmet, etwas trinkt oder einfach fünf Minuten die Augen schließt. Wer versucht, einen Strandtag mit Kleinkind genauso zu verbringen wie früher, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Wer sich darauf einlässt, dass der Tag anders aussieht, kann ihn viel leichter genießen.
Der perfekte Strand für Kleinkinder hat viel Sand, geht flach ins Wasser und in der Nähe sind Toiletten zu finden, für mehr Abwechslung vielleicht auch ein Kiosk und ein Spielplatz. Das bietet zum Beispiel der Cuxhaven Strand. Auf vier Kilometern Länge kann man zusammen die Strandpromenade entlang gehen und den besten Platz finden. Das Wattenmeer ist darüber hinaus noch etwas Besonderes für die Kinder.
Spiele mit Kleinkindern am Strand
Wenn das Kleinkind sich am Strand schnell langweilt und wieder nach Hause will, sind hier ein paar Ideen zur Beschäftigung. Oftmals reicht so eine kleine Anleitung und das Kind findet zufrieden ins Spiel.
Wasser von A nach B tragen
Ein Eimer, ein Becher und etwas Wasser – mehr braucht es oft gar nicht. Das Kind schöpft Wasser vom flachen Ufer und trägt es zu einem vorher ausgesuchten Platz. Dort kann ein kleiner See entstehen, ein Loch gefüllt oder einfach nur das Wasser wieder ausgeschüttet werden. Damit können sich viele kleine Kinder erstaunlich lange beschäftigen.
Wer findet …?
Am Strand gibt es jede Menge zu entdecken. Gemeinsam kann man nach bestimmten Dingen suchen, wie etwa nach:
einem besonders großen oder kleinen Stein, einem Stock, einer Muschel, etwas Rundem, etwas Hellem, etwas Dunklem...
Für Kleinkinder muss die Suche gar nicht kompliziert sein. Es geht vor allem darum, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen.
Spuren im Sand
Barfuß durch den feuchten Sand laufen und anschließend die Fußspuren anschauen. Noch lustiger wird es, wenn Mama oder Papa daneben ihre eigenen Spuren machen. Wie sehen große und kleine Füße im Sand aus? Wer hat die längsten Schritte? Auch mit einem Stock lassen sich Spuren malen und Linien durch den Sand ziehen.
Schätze sammeln
Ein kleiner Eimer wird zum Schatzkorb. Das Kind darf schöne Steine, Stöckchen oder andere ungefährliche Fundstücke sammeln. Anschließend werden die Schätze gemeinsam angeschaut und sortiert. Was ist der größte Stein? Was fühlt sich glatt an? Was ist besonders schön? Die Schönsten Stücke werden mit nach Hause genommen in die eigene Schatzkiste. Wichtig: Am Meer sollte man darauf achten, nichts mitzunehmen, was dort geschützt ist oder für die Natur eine wichtige Funktion hat!
Eine kleine Sandstadt bauen
Es muss ja nicht gleich die große Sandburg werden. Vielleicht entsteht eine kleine Stadt mit Häusern, Straßen und einem See. Mit einem Stock lassen sich Straßen in den Sand malen. Die Schaufel baut einen Hügel und der Eimer wird zum Haus. Kleinkinder haben dabei oft ganz eigene Vorstellungen davon, wie eine Stadt aussehen muss. Die Schätze, die vorher gesammelt worden sind, können sie Stadt dekorieren.
