Kleinkind-online - Singen Spielen und Basteln mit Kleinkindern

Warum Spielen so wichtig ist für Kinder

Spielen macht Kindern in erster Linie großen Spaß. Aber nicht nur das: Es ist wichtig für ihre Entwicklung und bereitet sie spielerisch auf das Leben vor. Außerdem stärkt Spielen nicht nur das Kind, sondern die ganze Familie und deren Kommunikation untereinander. Dabei ist es egal, ob es sich um Rollenspiele, Brettspiele, kreative Spielereien oder einfache Kniereiter handelt.

Spielen heißt lernen - Lernen beim Spiel

Lernen sollte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden. Es geht nicht darum, möglichst viele pädagogische Lernspiele und -ziele umzusetzen, die Kinder auf den Kindergarten und/oder die Schule vorbereiten oder Ähnliches. Es geht um das Spielen, das vom Kind ausgeht, die Fantasie anregt und jede Menge Spaß bringt. Dabei lernen Kinder nämlich viele nützliche Dinge fürs Leben und formen ihre Persönlichkeit und ihren Willen.

Einerseits sind Kinder in der Lage spielend zu lernen, andererseits ist Spielen auch ihre ganz eigene Art zu lernen. Spielen und Lernen gehört bei Kindern zusammen

Kinder suchen sich im Spiel Anregungen, die sie für ihre aktuelle Entwicklung benötigen. Sie lernen, sich, die Welt und ihre Umwelt durch Spielen kennen; lernen, wie Dinge funktionieren, wozu sie gebraucht werden und welchen Sinn sie haben. Im Spiel machen sich Kinder mit alltäglichen Gegenständen vertraut, spüren wie sie beschaffen sind und fangen an diese zu unterscheiden. Sie merken beispielsweise, ob im Kinderzimmer ein Teppich rund und flauschig oder eckig und etwas härter ist, wie sich verschiedene Stoffe anfühlen - glatt oder flauschig - fest oder dehnbar. Spielend werden ihre sensorischen und motorischen Fähigkeiten trainiert.

Spielen auf dem Teppich
Bildquelle: https://unsplash.com/photos/oTXmObuu3K0

Für unseren Nachwuchs ist Spielen viel mehr als nur ein Zeitvertreib. Und das sieht man ihnen auch an, wenn man sie dabei beobachtet und sie höchst konzentriert und mit voller Hingabe bei der Sache sind.

 

Werbung

Spielend lernen und entdecken Kindliches Lernen bedeutet immer auch zu spielen. Dabei werden diverse soziale, kognitive und motorische Fähigkeiten gefördert. Die Ideen für Aktivitäten und Spiele nach Montessori in diesem Buch wurden speziell für Kleinkinder entwickelt. Die Förderung kann damit von Anfang an beginnen – qualifiziert und kindgerecht.

Der Familienzusammenhalt wird gestärkt

Kinder und Eltern freuen sich im Normalfall über gemeinsame Zeit, die sie miteinander beim Spielen verbringen können. Diese kommt während des stressigen Alltags häufig eh viel zu kurz.

Gemeinsames Spielen im Rahmen der Familie regt die Kommunikation untereinander an; es setzt nämlich das Sprechen miteinander voraus. Hierbei ist es egal, ob es sich um ein Gesellschaftsspiel, mit Mama und/oder Papa in einer Höhle im Kinderzimmer verstecken, gemeinsames Basteln, Malen etc. handelt.

Kinder lernen so ganz spielerisch den Zusammenhang verschiedener Dinge und auch logisches Denken kennen; sie sind mit allen Sinnen bei der Sache. Auch das Alter spielt keine Rolle, da sowohl Kleinkinder als auch Jugendliche, die Aufmerksamkeit der Eltern genießen.

Ausdauer und Konzentration werden gefördert

Durch Spielen werden Ausdauer und Konzentration gefördert. Besonders wenn es ums Verlieren geht, ist Durchhaltevermögen gefragt und auch der Umgang mit unschönen Situationen werden dem Kind spielerisch vermittelt.

Eltern sollten in dem Fall als gutes Beispiel vorangehen und dem Kind vermitteln, dass eine Niederlage nichts Schlimmes ist, sondern den Versuch bietet, es erneut zu versuchen und weiterzumachen.

So wird auch die Frustrationstoleranz größer, die Ausdauer gestärkt und auch das Selbstbewusstsein gesteigert.

Die Sinne werden angeregt

Kinder forschen und entdecken, experimentieren und fantasieren beim Spielen. Spielerisch werden ihnen so Naturgesetze und weitere wichtige Dinge nähergebracht und auch die Sinne und logisches Denken angeregt.

Kinder lieben z. B. Rollen- oder Als-ob-Spiele, bei denen sie die Mama oder den Papa mimen. Dann wird sich gesorgt, das Baby gebadet, gefüttert und schlafen gelegt etc.

Hierbei nehmen sie eine andere Rolle ein und erobern quasi während des Spiels eine fremde Galaxie. Jede einzelne Galaxie wiederum ist eine Generalprobe für das echte Leben, allerdings noch ohne wirkliche Risiken oder Druck von außen.

Die Kleinen lernen sich selbst und ihre Umwelt dadurch besser kennen.

Fazit

Spielen ist essenziell für Kinder. Es macht nicht nur äußerst viel Spaß, sondern sie lernen dabei für ihr Leben. Sie formen ihre eigene Persönlichkeit und ihre Umwelt damit, kommen dabei auch mit kniffligen Situationen in Berührung und können sich in einem geschützten Rahmen ausleben.



nach oben